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Station 5
Solarstaromanlage auf Schafstall
in Wittelshofen
 

Familie Belzner betreibt seit 2003 eine eigene Solarstromanlage mit einem Jahresertrag von ca. 13.000 kWh, das entspricht der benötigten elektrischen Energie für 3-4 Haushalte. Aufgrund attraktiver Einspeisetarife wird der gesamte Strom in das öffentliche Netz abgegeben.

Das ist neben der Schafzucht mit Direktvermarktung ein erfreuliches Zusatzeinkommen und spart dazu 7 Tonnen CO2 pro Jahr.

Funktionsweise Solarstromanlage:

 

 

 

 

 

Der photoelektrische Effekt:

Der Grundbaustein der meisten Solarzellen ist Silizium (Halbleiter). Trifft ein Photon (Sonnenstrahlung besteht aus diesen energiegeladenen Teilchen) auf eines der vier äußeren Elektronen eines Siliziumatoms, wird seine Energie vollständig absorbiert und das Elektron kann mit der neu gewonnenen Energie seine Bahn verlassen. Dadurch entsteht ein „Elektronenloch“. Zurück bleiben ein positiv geladener Atomkern und ein negativ geladenes freies Elektron. Für einen dauerhaften Elektronenfluss (Strom) ist dies jedoch noch nicht ausreichend, denn das ziellos umherschwirrende Elektron würde in das nächstbeste Elektronenloch zurückfallen (s. Abb.1).Deshalb werden die Siliziumscheiben (Wafer) gezielt verunreinigt. Ihre obere, der Sonne zugewandte Schicht ist mit Phosphoratomen „dotiert“, die etwa genau so groß wie Siliziumatome sind, aber auf der äußeren Elektronenschale ein Elektron mehr aufweisen (negativ-dotiert). In der unteren Schicht sind Bor-Atome eingebracht, bei denen es sich genau komplementär verhält: gleiche Größe wie Siliziumatome, aber ein Elektron weniger auf der äußeren Schale (positiv-dotiert). Somit bildet die Vorderseite des Wafers den Minuspol, die Rückseite den Pluspol. Über Kontaktfinger an den Polen erfolgt die Stromabnahme (s. Abb.2). Dringen Photonen in die Zelle ein, lösen sich Elektronen aus den Siliziumatomen und wandern zum Minuspol. Die so entstandenen Elektronenlöcher wandern zum Pluspol. An der Solarzelle liegt die so genannte Photospannung an. Die Elektrik der Solarstromanlage ist vom Hausnetz komplett getrennt. Den Strom vom Solargenerator auf dem Dach (Gleichstrom) wandelt der Wechsel-richter in Wechselstrom um. Über eine eigene Leitung wird der Strom über einen separaten Zähler in das öffentliche Netz eingespeist (s. Abb.3).
  Abb.1
  Abb.2
Faktoren für den Energieeintrag
Photovoltaik (PV) ist eine der Möglichkeiten, die Energie der Sonne direkt zu nutzen. Neben der Technik sind drei weitere Faktoren für den Energieertrag ausschlaggebend: Dachausrichtung (ideale Orientierung: Süd), Dachneigung (ideale Dachneigung: 30 ) und Verschattungsfreiheit (durch die Serienschaltung der Module wird bei Verschattung die komplette Anlagenleistung beeinträchtigt).
Abb.3
Photovoltaikanlage
der Familie Belzner
Die Photovoltaikanlage wurde für eine optimale Ausnutzung der Sonneneinstrahlung auf dem Süd orientierten Dach auf 32 aufgeständert (in Eigenmontage des Bauherrn) und vom örtlichen Elektriker montiert. Während der Haupteinstrahlzeiten von ca. 9.00 Uhr bis etwa 17.00 Uhr ist die Anlage annähernd verschattungsfrei. Seit Oktober 2003 speist sie Strom ins öffentliche Netz. Je nach Sonneneinstrahlung ist mit einer Einspeisung von etwa 12.750 kWh/Jahr zu rechnen.
Anlage:
Dachausrichtung: Süd
Anstellwinkel: 32 (Aufständerung in Eigenmontage)
Größe (PV-Bruttofläche): 140 m²
Anzahl Module: 135 Module à 110 Wp (Nennleistung)
Gesamtleistung: ca. 15 kWp (max.)
Jahresertrag: ca. 12.750 kWh
Wechselrichter: 3 Stück
Einsparung
Mit dieser Anlage wird der jährliche Ausstoß an CO2 um ca. 7,35 t bzw. 3.745 m³ vermindert. Indirekt wird von der Schäferei Belzner auch durch den Verkauf von regionalem Hesselberg-Lammfleisch Energie eingespart.
Ansprechpartner

für Besichtigungen

Herr Friedrich Belzner
Wittelshofen
Tel. 09854 - 1221

Wegbeschreibung

Am Ortsausgang von Wittelshofen
Richtung Ehingen auf der rechten Seite.

 

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