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Station 10
Vorbildliche Altbausanierung
am Kussenhof
 

Der Kussenhof ist ein hervorragendes Beispiel für das Potenzial an Energiesparmöglichkeiten bei Altbauten.

Der Heizenergiebedarf konnte hier um mehr als 3/4 gesenkt werden. Eine konsequent ökologische Innendämmung kombiniert mit hochwertigen dreifachverglasten Passivhausfenstern ermöglicht einen extrem niedrigen Heizenergiebedarf. Das Wohnhaus und die zur Werkstatt umgebaute Scheune werden mit Pellets beheizt und durch eine Solarthermieanlage mit heißem Brauchwasser versorgt.

Die Umbauplanung und Energieberechnung wurde vom Ingenieurbüro Kussenhof durchgeführt.

Energetische
Altbausanierung
Kussenhof
Der durchschnittliche Heizwärmeverbrauch der Altbauten in Deutschland beträgt 200 kWh/m2a (z.B. 20 l Öl pro qm Wohnfläche und Jahr).
Dazu im Vergleich:
Neubauten nach heutigem gesetzlichen Standard benötigen noch 40% dieser Energie (8 l/m²a), im Passivhausstandard wird sogar weniger als 10% dieser Energie (1,5 l/m²a) für die Beheizung benötigt.
Bei einer energetisch orientierten Sanierung sind die Wärmedämmung der Außenbauteile, der Einbau neuer Fenster, die Verbesserung der Luftdichtigkeit und der Einbau effizienter Heizungstechnik die wichtigsten Maßnahmen, um eine Wärmeverlustminimierung zu erreichen. Zusätzlich wird dabei die Behaglichkeit und Hygiene durch wärmere Oberflächentemperaturen von Wand, Dach und Fußboden erhöht.
Wohn- und Bürohaus-
sanierung Kussenhof
Vor der Sanierung
Die in der Region häufig anzutreffende Bruchsteinbauweise, die fehlende Dachdämmung, Luftundichtigkeiten und schlecht isolierende Verbundglasfenster sorgten bei diesem Gebäude vor der Sanierung für einen überdurchschnittlich hohen Energieverbrauch und niedrigen Wohnkomfort.

Innendämmung statt Außendämmung
Um bei der Sanierung des Gebäudes den alten Charakter des Gebäudes mit den Steinfassungen der Fenster zu erhalten, wurden 10 cm starke Holzweichfaserplatten als wärmebrückenfreie Innendämmung auf das trockengelegte Bruchsteinmauerwerk aufgedübelt. Die für eine Innendämmung relativ große Dämmstärke wurde durch neue Berechnungsmethoden, die die Kapillarität der Baustoffe mit berücksichtigen, möglich. Die Sparrenfelder des Daches wurden mit 22 cm starker Zellulosedämmung (Altpapier) ausgeflockt und der Fußboden mit 8 cm Korkplatten gedämmt. Die Verbundfenster (Wärmedämmwert uw > 3,0 W/m²K) wurden gegen dreifach verglaste Passivhausfenster ausgetauscht.

Warmwasser und Heizungsanlage
Die installierte Solaranlage auf dem Dach des Wohnhauses sorgt für die Brauchwassererwärmung und ein vollautomatischer Holzpelletsheizkessel liefert die notwendige Wärme für das Wohnhaus und die zur Werkstatt umgebaute Scheune. Der Heizwärmebedarf des Gebäudes konnte durch die Sanierung um 78% gesenkt werden.

Kenndaten:
Wohn- und Bürofläche: 200 m²

Berechneter Heizwärmebedarf
vor der Sanierung:
385 kWh/m²a = 77.000 kWh/a

Berechneter Heizwärmebedarf
nach der Sanierung:
85 kWh/m²a = 17.000 kWh/a

Tatsächlicher Verbrauch
für Heizung und Warmwasser:
90,6 kWh/m²a = 18.120 kWh/a

In Holzpellets: 4 t Pellets
   
Holzpellets-
heizkessel

  1 Vollautomatische Brennstoffeinbringung
2 Brennteller mit automatischer Zündung
3 Edelstahlbrennkammer
4 stehende Wärmetauscher
5 Rauchgasabführung
Einsparung
Die Einsparung des Ausstoßes des klimagefährdenden CO2-Gases durch Beheizung mit dem CO2-neutralen Energieträger Holzpellets nach der Sanierung im Vergleich zu einer Beheizung mit Kohle und Holz vor der Sanierung beträgt etwa 17.300 t bzw. 8.800 m³.

Beheizung vorher
mit Kohle / Holzmischung 50/50: 17.000 t CO2
Beheizung nachher
mit Holzpellets 0,00 (CO2-neutral)
 


Umbauplanung und Energieberechnungen:

Ingenieur- + Architekturbüro Kussenhof Partnerschaft, Ehingen

Einbau der Heizungsanlage:

Fa. Grimm, Dürrenstetten, Wört

Ansprechpartner für
Besichtigungen
Ingenieur- + Architekturbüro Kussenhof Partnerschaft,
Dipl.-Bauing. (FH) Pia Regner
Kussenhof 2, 91725 Ehingen
Tel.: 09836 / 364, Fax: 09836 / 97 83 49
e-mail: info@kussenhof.de , http://www.kussenhof.de

 

 


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