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Station 22
Wanderreitstation Lederle mit Photovoltaikanlage
  Die Familie Lederle hat sich dem Tourismus und dem Umweltschutz verschrieben. In ihren Ferienwohnungen beherbergen sie Pferd, Reiter und andere Urlaubsgäste.

Zwei nach Süden geneigte Dächer sind mit Solarmodulen bestückt und erzeugen jährlich ca. 4.000 kWh Strom.
Das ist die Verbrauchsmenge eines 4-Personen-Haushalts. Über eine eigene Leitung wird der gesamte Strom in das
öffentliche Netz eingespeist.
Verwendung von Solarzellen
Als Batterieersatz in Kleingeräten und in Kombination mit einem Akku in Lampen, Verkehrssignalen etc. haben mit Photovoltaik versorgte Geräte bereits einen festen Marktanteil erobert. Bei der Stromversorgung entlegener Gebäude (z.B. Berghütte o.ä.) oder Dörfer ohne Netzanschluss (z.B. in Entwicklungsländern) ist eine Photovoltaik-Anlage häufig die wirtschaftlichste Lösung. Wo früher oft ein Dieselgenerator die Stromerzeugung übernommen hat, ist eine PV-Anlage die geräusch-, und schadstofffreie sowie günstigere Alternative.
Funktionsweise Solarstromanlage
Der photoelektrische Effekt
Der Grundbaustein der meisten Solarzellen ist Silizium (Halbleiter). Trifft ein Photon (Sonnenstrahlung besteht aus diesen energiegeladenen Teilchen) auf eines der vier äußeren Elektronen eines Siliziumatoms, wird seine Energie vollständig absorbiert und das Elektron kann mit der neu gewonnenen Energie seine Bahn verlassen. Dadurch entsteht ein "Elektronenloch". Zurück bleiben ein positiv geladener Atomkern und ein negativ geladenes freies Elektron. Für einen dauerhaften Elektronenfluss (Strom) ist dies jedoch noch nicht ausreichend, denn das ziellos umherschwirrende Elektron würde in das nächstbeste Elektronenloch zurückfallen. (neben Siliziumatom)
Deshalb werden die Siliziumscheiben (Wafer) gezielt verunreinigt. Ihre obere, der Sonne zugewandte Schicht ist mit Phosphoratomen "dotiert", die etwa genau so groß wie Siliziumatome sind, aber auf der äußeren Elektronenschale ein Elektron mehr aufweisen (negativ-dotiert). In der unteren Schicht sind Bor-Atome eingebracht, bei denen es sich genau komplementär verhält: gleiche Größe wie Siliziumatome, aber ein Elektron weniger auf der äußeren Schale (positiv-dotiert). Somit bildet die Vorderseite des Wafers den Minuspol, die Rückseite den Pluspol. Über Kontaktfinger an den Polen erfolgt die Stromabnahme. (neben Aufbau und Funktionsweise einer Solarzelle)
Dringen Photonen in die Zelle ein, lösen sich Elektronen aus den Siliziumatomen und wandern zum Minuspol. Die so entstandenen Elektronenlöcher wandern zum Pluspol. An der Solarzelle liegt die so genannte Photospannung an.
Die Elektrik der Solarstromanlage ist vom Hausnetz komplett getrennt. Den Strom vom Solargenerator auf dem Dach (Gleichstrom) wandelt der Wechselrichter in Wechselstrom um. Über eine eigene Leitung wird der Strom über einen seperaten Zähler in das öffentliche Netz eingespeist.
Photovoltaikanlage Wanderreitstation

Die Photovoltaikanlage wurde auf zwei Dächer aufgeteilt: 2/3 der Fläche sind auf dem 38° geneigten Dach der künftigen Ferienunterkünfte montiert, 1/3 der Fläche befindet sich aufgeständert auf der ehemaligen Garage.

Anlage:
Dachausrichtung: Süd
Anstellwinkel: 38° bzw. 29° (aufgeständert)
Größe (PV-Bruttofläche): 41,3 m²
Anzahl Module: 52 Stück á 120 Wp (Nennleistung)
Gesamtleistung: 5,04 kWp (Nennleistung)
Jahresertrag: ca. 4.300 kWh
Wechselrichter: 3 Stück
Einsparung
Mit dieser Anlage wird der jährliche Ausstoß an CO2 um ca.2,48 t bzw. 1.263 m³ vermindert.
Wegbeschreibung
Von Wassertrüdingen Richtung Ansbach, nach Birkach/Königshofen
abbiegen. Am Ortseingang in Birkach links.

Ansprechpartner

für Besichtigungen

Der Heidehof
Familie Hannelore und Florian Lederle

Wanderreitstation
91572 Bechhofen
Tel. 09822 - 7102

Besichtigung: Mo-Fr 9.00 - 17.00 Uhr
und nach vorheriger telefonischer Absprache möglich

"Der Heidehof" bietet Übernachtungsmöglichkeiten für Pferd bzw. "Drahtesel" und Reiter.

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