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Station 15
Biomasseheizwerk
Rastmarkt Obere Altmühl
  Verkauf regionaler Produkte - Wärme durch regionale Biomasse. Um den Gedanken des Rastmarkts als „Markt“ für regionale Produkte konsequent fortzuführen, entstand die Idee, auch die Wärmeversorgung auf regionaler Ebene zu betreiben.

So schlossen sich vier Landwirte zu einer Heizgesellschaft zusammen. Die Wärmeerzeugung erfolgt über einen Biomassekessel mit 380 kW Leistung.

Im Vergleich zu einer Einzelversorgung mit Heizöl werden mit dieser Anlage jährlich etwa 70.000 Liter Öl und ca. 300 Tonnen des Treibhausgases CO2 eingespart. Hier macht ökologisches Einkaufen besonders Spaß!
Das "hölzerne Zeitalter"
Bis Ende des 17. Jahrhunderts entstand Feuer ausschließlich durch die Verbrennung von Holz. Auch Großverbraucher wie Glashütten und Schmelzöfen bezogen ihre Energie aus Holz. Außerdem war das Naturprodukt der wichtigste Rohstofflieferant für Bau-, Landwirtschaft und Seefahrt.
So erlagen die Wälder einem erheblichen Raubbau, der ganze Landstriche verkarsten ließ. Schon im Mittelalter musste von Seiten der Obrigkeit regelnd in die Forst- und Holzwirtschaft eingegriffen werden, um eine völlige Abholzung zu verhindern. Die Stadt Nürnberg verlangte bereits 1294 von den Reichswaldförstern eine geregelte Bewirtschaftung von Wald und Wild bei gleichzeitiger Verminderung unerlaubter Rodungen.
In Deutschland wird nun seit über 200 Jahren nachhaltige Forstwirtschaft betrieben, was bedeutet, dass nicht mehr Holz aus dem Wald entnommen wird, als dort nachwächst.
Rastmarkt
Obere Altmühl:

Verkauf regionaler Produkte - Wärme durch regionale Biomasse
Um den Gedanken des Rastmarkts als "Markt" für regionale Produkte konsequent fortzuführen, entstand die Idee, auch die Wärmeversorgung auf regionaler Ebene zu betreiben. So schlossen sich für Planung und Umsetzung des Heizsystems mit regionaler Biomasse vier Landwirte zu einer Heizgesellschaft zusammen (Bioenergie Rastmarkt Obere Altmühl GbR (mbH).

Heizkessel
Die Wärmeerzeugung erfolgt über einen Biomassekessel mit 380 kW Leistung. Für die Spitzenlast bei sehr kalten Wintertagen wurde zusätzlich ein Ölkessel (380 kW) eingebaut, der aber bisher nur bei Wartungsarbeiten des Biomassekessels in Betrieb genommen wurde.
Die Kesselanlage wird über einen hydraulischen Schubboden, der auch grobe Hackschnitzel und Holzreste transportieren kann, vollautomatisch beschickt.
Auf einem bewegten Rost erfolgen Trocknung und Vergasung der Hackschnitzel (Treppenrostfeuerung). Über dem Rost erfolgt die Oxidation der brennbaren Gase bei Zuleitung von Primär- und Sekundärluft. Im Wärmetauscher geben die Rauchgase ihre Wärme an das Heizungswasser des Pufferspeichers ab.
Am Ende des Rosts wird die Holzkohle ausgebrannt. Die Asche bleibt übrig und wird in einen Aschebehälter ausgetragen.
Hackschnitzelvorrat
Das Fassungsvermögen des Hackschnitzelbunkers reicht im Winter für 14 Tage Heizbetrieb und wird bedarfsgerecht nachgefüllt.
Zum Einsatz kommen ausschließlich Waldhackschnitzel aus der Region. Der Jahresbedarf beträgt rund 350 t Biomasse.
Kenndaten
der Anlage
Inbetriebnahme: 1997
Leistung Biomassekessel: 380 kW
Fassungsvermögen Vorratsbunker: 100 m³ bzw. 25 t Hackschnitzel
Jährlicher Verbrauch: rund 350 t Hackschnitzel
Verbrauch Heizöl: ca. 300 Liter (Wartungsarbeiten Biomassekessel)
Einsparung

Mit dieser Anlage werden gegenüber einer Einzelversorgung mit Heizöl jährlich etwa ca. 299 t CO2 bzw. 152.206 m³ des Treibhausgases CO2 eingespart. Gleichzeitig wird durch die Nutzung von regional vorhandenen nachwachsenden Rohstoffen die heimische Wirtschaft gestärkt.

Wegbeschreibung
An der A6, Ausfahrt 50 Aurach, Rastmarkt

Besichtigung

nach vorheriger telefonischer Absprache möglich

Rastmarkt Obere Altmühl
Herr Otmar Bögelein
91589 Aurach
Tel. 09804 / 92141

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